Neue Ära ab November 2011
Zugegebenermaßen ist es schon ein wenig länger her seit dem letzten Post. Seitdem…
- habe ich erfolgreich meinen Tauchkurs in Ägypten absolviert
- habe ich meinen Wohnsitz von Nürnberg nach Hamburg verlagert und mich wunderbar in meiner neuen, alten Heimat eingelebt
- spiele ich wieder in dem Verein Tischtennis, wo 1988 das Elend zwischen diesem schönen Sport und dem untalentierten Chinesen begann ![]()
- habe ich meinen neuen Job in Hamburg angetreten
Wie die meisten von Euch wissen, arbeite ich seit Anfang diesen Jahres (also 2011) neben dem Beruf an einem kleinen Projekt (ein besserer Ausdruck fällt mir gerade nicht ein). Zwei gute Freunde von mir, die ich aus meiner Kindheit kenne, haben sich bereits mit enorm hohem Engagement ein kleines Unternehmen aufgebaut, welches sie “luftstoff” nannten. luftstoff stand und steht für Wohn- und Lifestyle-Accessoires, welche vorwiegend aus Airbag-Stoff gefertigt werden. Es handelt sich hierbei nicht um gebrauchten, benutzten oder gar in einem (tödlichen Unfall) verwickelten Stoff, sondern um Neuware, welcher frisch aus der Automobilproduktion für die Zwecke von luftstoff bezogen wird.
Die Idee, Lifestyle-Produkte aus diesem innovativen und zigtausendfach getesteten Material herzustellen und zu vertreiben, entsprang aus einem Autounfall, den der Gründer Andreas Thiel selbst miterleben musste. Die ganze Story seht Ihr hier im Image-Video: http://www.youtube.com/watch?v=kbqo2tsv3a8
Zurück zum Zeitpunkt meines “Einstiegs” bei luftstoff. Ich wurde in der Vorweihnachtszeit 2010 das erste Mal mit luftstoff konfrontiert. Ich nahm mir letztes Jahr um genau diese Zeit vor, meinen guten alten Schulfreund Christian und seinen Bruder Alexander jeweils zu Hause bei ihren Familien zu besuchen. Alex stellte mir an diesem Abend die luftstoff coverbags für das MacBook Pro vor. Der erste Eindruck vom Produkt hat mich echt umgehauen, obwohl ich bis dato zugegebenermaßen lediglich ein Sleeve in der Hand hielt. Eine Crumpler-Fälschung in meinem Heimatland Vietnam.
)))
Es stellte sich heraus, dass Alex und Thiel, den ich ebenso noch aus Schulzeiten kenne, jede helfende Unterstützung gebrauchen konnten. Und so ergab sich die Zusammenarbeit zwischen uns, die seitdem irre viel Spaß macht, mein lange vermisstes Feuer wieder entfacht hat und zu einer Beteiligung meinerseits am Unternehmen geführt hat.
Im Oktober 2011 entschied ich mich endgültig dazu, mein Glück komplett mit luftstoff zu versuchen und beantragte den Gründerzuschuss, bevor ich auf diesen ab 01. November 2011 kein Rechtsanspruch mehr haben werde und der Zuschuss um drei Monate gekürzt wird. Thiel tat es mir gleich. Zusammen sind wir davon überzeugt, dass wir gemeinsam und mit vollem Engagement das Potenzial, was in der Marke und den Produkten schlummert, wachküssen können.
Denn: Bedenkt man, dass wir alle drei luftstoff “nebenbei” betrieben haben, können sich die Resultate 2011 durchaus sehen lassen. Wir konnten u.a.
- unsere Farbpalette um die schwarzen coverbags (mit und ohne Barcode-Aufdruck) erweitern
- unsere Produktpalette um die coverbags speziell für das iPad2 erweitern
- eine neue Produktfamilie, unsere carrierbags, einführen
- unsere Produkte auch auf Online-Marktplätzen wie Amazon.com, Yatego.com oder Multimagnet.de anzubieten
- unsere ersten stationären Handelspartner generieren
- unsere erste größere Marketing-Kooperation durchführen
- unseren Imagefilm fertig produzieren und live bringen
- die Anzahl unserer Fans auf unserer facebook fanpage von 300 auf 410 (Stand heute: 05.12.2011) steigern
Ein Meilenstein bescherte uns diverse Nachtschichten und zerrte monatelang an unseren Nerven. Doch am 01.12.2011 war der Relaunch unserer Webseite auf www.luftstoff.de inkl. neuem Shop mit vielen neuen Funktionen (u.a. Versand nach Österreich, Schweiz, neue Zahlungsarten, benutzerfreundliche Shopnavigation) vollbracht. Die Rückmeldung ist überwiegend positiv. Natürlich seid Ihr herzlich eingeladen, uns Euer Feedback zu verschiedenen Punkten zu geben.
Mit unseren neu gewonnenen Ressourcen haben wir im nächsten Jahr 2012 viel vor und freuen uns auf ein weiteres gemeinsames Jahr, welches hoffentlich und bestimmt nicht das letzte Jahr für luftstoff sein wird.
Tauchkurs abgeschlossen…nun ist relaxen angesagt
Reisebericht 5. Tag
Heute war wieder früh aufstehen angesagt. Um 9 Uhr würde mich mein neuer Freund und Ratgeber in allen Fragen William abholen. Diese Fahrt war, im Vergleich zu den vorigen Trips, eher unspektakulär. William telefonierte auf dem Handy, scheinbar mit seiner Frau. Ich hörte nur eine weiblich-erregte Stimme durch den Hörer und er legte ziemlich aufgeregt aber bedröppelt auf. Hatte er etwa jemandem gestern Abend ein Softdrink ausgegeben?
Nun gut, heute standen noch zwei Tauchgänge auf dem Programm. Einer mit den noch ausstehenden Übungen und ein relaxter Tauchgang ohne jegliche Prüfung, lediglich mit Gucken und Staunen, zum Abschluss des Kurses. Ein wenig müde kam ich an und es ging gleich ins Wasser. Ich finde die Unterwasserwelt an diesem Ort immer wieder faszinierend und konnte vom Anblick echt nicht genug kriegen. Diese angenehme Ruhe, die „unten“ herrscht und so viele unterschiedliche Lebewesen und tolle Farben…echt super. Das entschädigt auch für das lästige Flaschentragen über diesen elendig langen Steg (und der Weg will auch nach dem Tauchgang schön wieder zurückgelegt werden) und dem damit verbundenen körperlichen Zustand. Auch bei diesem Tauchgang war Brian wieder am Start und konnte den einen oder anderen schönen Schnappschuss machen.
Oben wieder angekommen, nahm ich noch mal den Schnorchel in die Hand und guckte noch weitere 5 Minuten runter. Toll, dass man bereits hier so viel sehen konnte.
Schade ist es nur, dass die Riffe und Korallen Jahr für Jahr durch den Massentourismus in Mitleidenschaft gezogen werden. Dieses Jahr, wo die Touristengegenden teilweise einer Geisterstadt gleichen und welches wirtschaftlich katastrophal für das Land ist, kann sich die Unterwasserwelt ein wenig erholen.
Nach der Mittagpause, die immer von 12.30 bis 13.30 Uhr geht, stand der abschließende Tauchgang an. Die Tauchschule war heute im Gegensatz zu den vergangenen Tagen sehr gut besucht, sozusagen ausgebucht bzw. ausverkauft. So lernte ich u.a. Gordon, einen Briten, und Frank aus Köln kennen. Gordon ist für 2 Wochen in Sharm El Sheikh. Man, was um alles in der Welt macht man denn hier ganze 14 Tage?
Aber er ist fast ausschließlich zum tauchen hier und um einen weiterführenden Kurs zu machen. Zweimal täglich wollte er tauchen…Frank kommt seit Jahren für eine Woche nach Sharm El Sheikh und ist bei der Tauchstation bereits ein alter Bekannter. Er kommt auch jedes Jahr lediglich hierher an diesen Ort und taucht, was das Zeug hält.
Ich bin froh, mit einem Schein zurück nach Deutschland fliegen zu können und die Erfahrung gemacht zu haben. Ob ich weitere Tauchkurse machen werde, bleibt abzuwarten. In dieser Hinsicht kenne ich mich schon sehr gut…;-)
Alles in Allem ein wunderschöner Abschluss der zurückliegenden Tage in der Tauchschule der Sinaidivers. Petra war und ist eine tolle Lehrerin, wir hatten viel Spaß zusammen und ich hatte bei keinem Kurs oder Lehrgang, egal welchen, selten so viel gelacht und ich habe in meinem Leben schon einige mitgemacht. Der ganzen Crew hiermit ein großer Dank.
Nachmittags bekam ich mein vorläufiges Zertifikat, das Endgültige wird mir dann direkt nach Hause geschickt. Zusätzlich bekam ich die DVD mit den tollen Unterwasserbildern von Brian und nach der ersten groben Durchsicht, kann ich sagen: „echt tolle Fotos“.
Im Hotel angekommen wollte ich meinen „Tauchlappen“ gleich gebührend feiern, ging an die Bar und gönnte mir zwei schöne kühle Blonde. Herrlich…für morgen steht insbesondere ausschlafen und faulenzen am Pool auf dem Programm.
Tauchkurs und neues Projekt – Tag 4
Reisebericht 4. Tag
Heute war endlich mal ausschlafen und Schonprogramm angesagt. Um 12 Uhr würde ich von William abgeholt und wieder zur Tauchschule gebracht werden. Es wurde wieder mal eine sehr amüsante Fahrt. William erzählte mir wieder vom Tourismus in Ägypten und dass die meisten Touristen aus Russland kommen. Die Mehrheit von denen sind weiblich und auf der Suche nach einem Mann, ganz egal ob Abenteuer oder fürs Leben. Da ich ihm tags zuvor sagte, ich sei alleine und hauptsächlich wegen dem Tauchen in Ägypten, fühlte er sich scheinbar für mein „privates Wohl“ verantwortlich. In dem typischen „oriental-englisch“ sagte er nun: „You just have to spend them a softdrink and they will go with you.“ Ein italienischer Kumpel von ihm zog die Masche schon seit Jahren erfolgreich durch.
Ich blickte auf mein peinliches „All-Inclusive-Bändchen“ und sagte mir: „Wow, das ist ja einfach und das Unterfangen wird mich auch nicht so viel kosten.“
Also wird nach dem Projekt „Tauchkurs“, sofern es erfolgreich abgeschlossen werden sollte, gleich im Anschluss das Projekt „Russin“ seinen Kick-off erleben.
)))))))))) *kleiner Scherz*
An der Tauchschule angekommen, gab es wieder einen Schlag Theorie bevor es dann in den Pool ging, um weitere Übungen durchzuführen. Langsam merkte ich, dass dieser ganze Tauchkurs mehr an meine Substanzen geht als ich es am Anfang dachte. Ich hatte mich doch auf ein paar relaxte Tage mit ein wenig Tauchkurs gefreut, aber mein Instructor kannte da kein Erbarmen. Neutral tarieren, Bleiweste abwerfen, Tarierjacke ausziehen und wieder an, auf das Ding (Jacke inkl. Sauerstoff-Flasche) draufhüpfen und was ich sonst noch alles gemacht habe. Man muss sich dann auch vorstellen, dass man dies im Pool gemacht hat, während die anderen Gäste (es waren zwar wenige) schwammen, rumalberten oder war Wasserball spielten. Sah ein wenig albern aus.
Auch zwei Russinen guckten ganz interessiert als ich mir bei der Übung „Bleiweste wieder anlegen“ einen abkrampfte und dabei das Blei immer verrutschte, was das Anlegen nahezu unmöglich machte. Leider war ich viel zu sehr mit mir selbst und diesem beknackten Bleigürtel beschäftigt, um denen gerade mal einen Softdrink auszugeben. ☺
Alles in Allem haben die Übungen ganz gut hingehauen. Abschließend machten wir uns an die Theorieprüfung, die ich dann auch erfolgreich absolvieren sollte.
Auch wenn dies eher ein halber Tag war, ähnlich wie die Tage im Büro, erreichte ich erschöpft das Hotel und hatte nach dem Abendbuffet nur noch Schlafen im Sinn. Morgen standen noch zwei Freiwassertauchgänge an. Aber nix war es mit Schlafen…nein, ich habe niemandem großzügigerweise ein Softdrink spendiert.
Das Nachbarshotel hatte heute für seine Gäste „Diieeeeesssko“ auf dem Programm und mein Zimmer hatte die beste Sicht und die beste Akkustik bei den ganzen Smash-Hits, die dem schlafenden China-Mann um die Ohren flogen. Um ca. 1 Uhr schlief ich ein, da war Diiiieeeesssko-Zeit auch schon vorbei.
Projekt Tauchkurs – 3. Tag
Reisebericht 3. Tag
Nachdem ich am gestrigen Tag meine ersten Tauchschritte im Süßwasserpool machen durfte, stand für heute u.a. der erste Tauchgang im freien Wasser auf dem Programm. Ein wenig aufgeregt war ich schon und hatte mächtig Respekt vor diesem Tag. Zumal ich, ganz arbeitslosenuntypisch, im Urlaub früh aufstehen musste. Aber was tut man nicht alles um die Unterwasserwelt und die damit verbundene Faszination zu sehen?
Morgens holte mich William ab und wir fuhren die gleiche Strecke wieder zur Tauchschule. Unterwegs erzählte er mir, dass er seit 20 Jahren regelmäßig für ca. 6-8 Monate hierher zum arbeiten kommt, er selbst mit seiner Familie jedoch aus Luxor kommt. Das sind mit dem Auto über Kairo ca. 16 Stunden Fahrt one-way, das Ticket für die Fähre, welches bedeutend kürzer ist, kann er sich leider nicht leisten.
Sharm El Sheikh hat vor ca. 20 Jahren mit ca. 5 Hotels angefangen, die komplett aus dem Nichts entstanden sind. Hier war wirklich nur Wüste und ein sehr schöner Strand. Nun erstreckt sich das Areal über mehrere Kilometer mit fast 500 Hotelanlagen, von denen viele auch keinen direkten Zugang mehr zum Strand haben. Und es wird fleißig weitergebaut. Teilweise bauen sie schon im Landesinneren, sodass ein Tourist vom Hotel selbst bis zum Strand zu Fuß geschlagene 2 Stunden braucht. Da einem bei so einer Tour wahrscheinlich sowohl die Lust auf das Baden vergeht und womöglich auch die Wasservorräte knapp werden, setz der Ägypter hierfür extra Shuttles ein. Ob das hilft um Touristen zu ködern, bleibt abzuwarten. Die Hotels der ersten Stunde scheinen hier einen Wettbewerbsvorteil in einem, was den Tourismus angeht, aktuell kriselnden Land zu haben.
In der Tauchschule angekommen, musste ich mir zu früher Stunde erstmal eine Session Theorie geben. Ich kam mir ein wenig vor wie in der Schule oder in einer Vorlesung. Der Müdigkeitsgrad war da ähnlich.
Anschließend ging es mit der gesamten Tauchausrüstung ins Rote Meer. Neben Petra, meiner sehr coolen Tauchlehrerin aus Berlin, kam auch Bryan mit ins Wasser. Er arbeitet auch in der Tauchschule und macht u.a. auch immer gerne Fotos von der Unterwasserwelt und in diesem Gang wollte er auch ein paar von mir machen. Was ein Pech, dass ich mich ausgerechnet an diesem Tag nicht geschminkt sowie rasiert hatte und meine Frisur auch nicht so top saß. Aber ich tröstete mich damit, dass die inneren Werte zählen.
Bis zum Wasser musste man gefühlte 10 Kilometer über einen Steg wandern. Da ich das mit gesamter Tauchausrüstung machen musste, halte ich nach dem Marsch jedes Fitness-Studio nun erst recht für absolut überflüssig. Mit dem ganzen Blei und das Zeugs und dem Gang, habe ich stark an Bein und Poschi-Muskulatur zugelegt. Hoffentlich passe ich dann noch in meine Jeans rein. ![]()
Nach erster Eingewöhnung und der Ablegung des Respekts vor dem Wasser, tauchten wir dann langsam ab. Was danach passierte, kann man eigentlich kaum in Worte fassen. Einfach geilo, super und alles, was einem dazu noch so einfällt. Ich war von mir selbst überrascht, wie schnell ich mich an die Welt unter Wasser gewöhnte und locker mittauchte. Und ich sah Fische aller Art (auch Nemo habe ich getroffen) sowie das sehr farbenfrohen Treiben. Einfach herrlich. Bryan hat auch viele Fotos von mir gemacht, die ich auch schon gesehen habe. Er wird mir diese auf eine CD brennen und ich werde dann ein Best-of-Quynh’s ersten Tauchgang veröffentlichen.
Am Nachmittag war ich zugegebenermaßen ein wenig müde. Die anstrengende Anreise machte sich doch schon bemerkbar, sodass ich den zweiten Tauchgang im freien Wasser nicht mehr so ganz genießen konnte. Aber Petra, ihres Zeichens verständnisvoller Drill Instructor, wollte mit mir ein paar Übungen im freien Wasser machen, die ich mehr oder weniger auch hinbekam.
Letztendlich war ich froh, dass ich dann aus dem Wasser kam und vereinbarte mit Petra, dass ich am Folgetag mal ausschlafen wollte. Da die Tauchschule momentan nicht wirklich ausgebucht war, war sie flexibel. Ich bin froh, mal ein wenig zur Ruhe kommen zu können. Das Arbeitslosenleben ist schon anstrengend. Diejenigen, die in der selben Situation waren, können mich da hoffentlich verstehen.
Auf dem Rückweg erzählte mir Petra von der Situation des Landes, wo sie seit ca. 8 Jahren mit einigen kurzen Unterbrechungen arbeitet. Ich bekam noch mehr Einblick von der Situation, die ich aus Berichten der deutschen Presse sowie meinen ersten Eindrücken her kennengelernt hatte. Mit Details möchte ich Euch nicht ewig nerven, aber schon sehr faszinierend, was aktuell in dem Land los ist.
Was morgen so anliegt, weiß ich noch nicht. Es hängt sicherlich auch von meiner körperlichen Verfassung ab. Schaun wir mal…;-)
Projekt Tauchkurs – Tag 2
Reisebericht 2. Tag:
Nach der ziemlich anstrengenden Anreise und einer guten Mütze Schlaf, musste ich um 9 Uhr zur Einführungsveranstaltung der Reiseleitung. Da an diesem Tag auch der erste Tag meines Tauchkurses sein sollte, war ich ein wenig irritiert, wann dieser wohl beginnen und wo ich um welche Zeit denn sein musste. Aber die Jungs vom Bustransfer vom Flughafen zum Hotel sagten mir, dass die Reiseleitung Bescheid wisse.
Nach einer fast einschläfernden Präsentation der Touristenhochburg Sharm El Sheikh, wandte ich mich an die Reiseleiterin. Sie sagte, ich solle bei der Tauchschule anrufen und gab mir die Nummer. Heraus kam, dass man mich um 9 Uhr hätte abholen wollen, nur ich war leider nicht anwesend. War aber nicht so schlimm, ich könnte auch heute noch anfangen. Der Kurs war nicht ausgebucht, um genauer zu sagen: Ich war der Einzige im Kurs und die Tauchlehrerin musste mit mir allein zurechtkommen.
Dies bestätigt auch, dass Sharm El Sheikh, wie Ägypten im Allgemeinen, aktuell nicht gerade das attraktivste Reiseziel ist.
Mir war es recht. Ein Kleinbus mit dem Fahrer William holte mich ab und fuhr mit mir an einem anderen Standabschnitt. Wir fuhren ca. 20 Minuten durch die Wüste und an Hotel-Rohbauten vorbei, welche die Anzahl von Hotels noch weiter in die Höhe schrauben würden, wenn sie denn je fertiggestellt werden. Man sagte mir, dass die aktuelle Anzahl von Hotel-Anlagen bereits schon zu hoch ist, die Auslastung zu wünschen übrig lässt. Aber faszinierend, auf was für Land man alles bauen kann.
Mein Tauchkurs fing unspektakulär an. Da ich ja ein wenig verspätet ankam, war meine Tauchlehrerin Petra gerade unter Wasser. Als Sie dann zurückkam, machten wir erstmal die ersten beiden Kapitel der Theorie, ein schöner Einstieg bevor es dann zum ersten Tauchgang im Swimmingpool eines kaum besuchten 5-Sterne-Palasts gehen sollte.
Der Tauchgang an sich war nicht sehr spannend, auch weil ich mich erstmal an den ganzen Kram, den man dabei so anhat, gewöhnen musste. Hinzu kam, dass man mit Tauchmaske vom Pool und dessen Beschaffenheit sowie Zustand mehr sieht als man ohne Maske sehen würde und evtl. auch wirklich möchte. Ich erinnerte mich dabei an einige Beiträge auf RTL-Explosiv oder zeitversetzt RTL2. ![]()
Nach den ersten Übungen ging ich zufrieden aus dem Wasser und merkte, dass ich was getan hatte, was ich nicht gewohnt war. Ich war gespannt, ob der Muskelkater kommen würde.
Morgen sollte der erste Tauchgang im freien Wasser kommen. Ich freute mich schon auf Tag 2, hatte jedoch auch gehörig Respekt.
Projekt Tauchkurs – Tag 1
Reisebericht 1. Tag
Nach 10 zugegebenermaßen schon anstrengenden Tagen als inoffiziell beschäftigungs- bzw. arbeitslosen Tagen sollte diese Zeit nun wirklich genossen werden. Nachdem ich vor 2 Wochen mein Projekt Sportbootführerschein erfolgreich abgeschlossen hatte, war ich topmotiviert, ein auch bereits lang ersehntes Ziel anzugreifen. Frei nach dem Motto „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ wollte ich endlich den Tauchschein ergattern und hatte mich für einen der schönsten Tauchplätze, laut Hörensagen, Ägypten entschieden. Normalerweise bin ich kein Sympathisant von Pauschalurlauben und schon gar nicht, wenn ich allein verreise, aber das war mir herzlich gleichgültig. Tunnelblick auf, Tauchschein machen und aus die Maus.
Mittwochs in der Nacht um kurz vor Mitternacht packte ich meine Sachen und machte mich auf den Weg zum Hauptbahnhof, wo mich der „Zug zum Flug“ nach München bringen würde. Dort kam ich gegen 2 Uhr an und sicherte mir zielstrebig eine Bank, wo ich dann die nächsten Minuten, idealerweise Stunden, eine Runde schlafen kann.
Gegen 4 Uhr wurde ich unsanft von grölenden Mallorca-Touristen, deren Flug um 6 Uhr gehen sollte, beim Check-in geweckt. Diesen Umstand hatte ich leider bei meiner Bankauswahl nicht berücksichtigt.
Die Zeit bis zum Abflug vertrieb ich dann mit Kaffee in einem amerikanischen Kaffeehaus und einer weiteren Mütze Schlaf. Der Flieger flog erstmal gut vier Stunden nach Marsa Alam, auch ein Touristenort am Roten Meer, um von dort ca. 30 Minuten nach Sharm El Sheikh zu gelangen. Man sah bereits „von oben“, dass es sich bei beiden Orten um reine Touristenhochburgen handelt. Dies hat die Reiseleitung am Tag darauf in der Einführungsveranstaltung auch bestätigt. Unzählige Hotelanlagen von gigantischer Größe, ein Flughafen, Strände und ansonsten Wüste wohin man nur sah. Und es werden, trotz der aktuellen Krise, noch mehr Anlagen gebaut. Die halbfertigen Gebäude stehen bereits, die Planungen sind im vollen Gange. Man darf gespannt sein, wie sich alles hier entwickelt und ob diese neuen Hotelanlagen noch eröffnen werden. Denn der Ort hier ist aktuell sehr verlassen, die Strände sind nahezu leer und die Hotels nicht besonders gut ausgelastet.
Das Klima hier gefällt mir sehr gut. Von den Temperaturen ist es zwar richtig heiß, jedoch eher trocken und es weht immer eine frische Brise sodass sogar ich kaum ins Schwitzen komme.
Abends ging ich ziemlich schnell schlafen, es lag schließlich eine harte Anreise verbunden mit einem harten Mittwoch hinter mir.
Ich erinnerte mich daran, im Fernsehen noch „Frauentausch“ (RTL2 ist der einzige deutsche Sender hier, den ich ohne technische Störungen empfangen kann – coole Ausrede wie ich finde) gesehen zu haben.
Morgen berichte ich dann vom ersten Tag in der Tauchschule.
Transfergerücht: Quynh Ha-Ngoc kehrt zurück zu HT 16
Die Tischtennis-Saison 2010/2011 ist seit einer Woche Vergangenheit und schon kurz danach fängt das Spielerkarussel an, sich schneller und schneller zu drehen. Es herrschen teilweise schon Zustände wie in der Fußball-Bundesliga.
Wie uns aus guten Quellen zugetragen wurde, steht der fränkisch-asiatische Tischtennis-Spieler Quynh Ha-Ngoc kurz vor dem Wechsel zurück zu seinem Stammverein HT 16 (Hamburger Turnerschaft von 1816 e.V.), wo er im zarten Alter von 12 Jahren das Pingpong spielen begann, jedoch niemals richtig erlernte. Dieses nicht vorhandene Wissen und Talent durfte er später sogar noch als Jugendtrainer weitergeben, was ihm die armen Jungs bis heute nicht verziehen haben.
Ha-Ngoc spielt aktuell für den Nürnberger Spitzenklub Sportfreunde Großgründlach. Es sind lediglich Formalien und letzte Details zu klären. Über die Ablösesumme wurde von beiden Vereinen Stillschweigen vereinbart. Unabhängig von der Summe, wird die Zahlung dieser für den finanziell sehr gut dastehenden Verein HT 16 keine großen Probleme darstellen.
Die Freude über diesen Wechsel, der in den nächsten Tagen komplett über die Bühne gehen soll, ist überwältigend. Anbei einige (anonyme) Reaktionen:
Stimmen aus Gründlach:
“Und wer kauft nun das Bier?”
“Endlich.”
Stimmen aus Hamburg:
“Ich wusste, dass er eines Tages wieder angekrochen kommt.”
“Muss das sein?”
In den kommenden Tagen ist eine Pressekonferenz geplant, bei der Quynh Ha-Ngoc wohl unter Tränen, dies ist wohl aktuell ein Trend, seinen Wechsel bekannt geben wird. Immerhin war er knapp zwei Jahre für Großgründlach aktiv.